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Cholesterin gefährlich oder lebensnotwendig?

Der Beitrag des SWR geht unter anderem den Fragen nach: Wann ist ein erhöhter Cholesterinwert wirklich gefährlich? Wie viel Einfluss hat Ernährung? Und wann geht's nicht mehr ohne Medikamente?

Sonntagmatinée "Achtsamkeit, Essen und Selbstfürsorge"

Achtsam essen- wie wir lernen können, uns gut zu (er) nähren.

Vortrag im Rahmen der Sonntagsmatinée 2016 "Sei gut zu dir!"

 

Wie können wir uns so ernähren, so dass der Zellhunger gestillt wird? Denn nur so lassen sich Heißhungeranfälle vermeiden. 

Wie kann ich lernen, wahrzunehmen, ob mein Körper gut ernährt ist? Der Weg des achtsamen Essens zeigt uns eine Alternative zu erfolglosen Diäten und strengen Ernährungsvorgaben.

 

Veranstaltungsort: Praxis für Physiotherapie Pohl Nauhaus, Eisenzahnstrasse 62, 10709 Berlin Wilmersdorf

U Bahn Station: Adenauer Platz

Uhrzeit: 11.00 bis 12.30 Uhr

Kostenbeitrag: 12 €, ermäßigt 10 €

 Anmeldung bitte über  das Kontaktformular oder barbara.hacke@gmx.net

 

Ich freue mich auf Sie!

Barbara Hacke

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Sonntagmatinée Achtsamkeit, Essen und Selbstfürsorge
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Ernährung nach Operationen an der Bauchspeicheldrüse

Viele Patienten haben bereits vor der Diagnose stark an Gewicht verloren. Ein weiterer Gewichtsverlust entsteht zusätzlich durch Diagnostik, Operationen, Appetitmangel, Schmerzen und Verdauungsstörungen. Patienten verlieren häufig 30 Prozent ihres normalen Gewichts. Häufig ist der Verlust an Muskelmasse dabei extrem hoch.

Schwäche, Müdigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit sind die Folge.

 

Grundsätzlich gilt: alles ist erlaubt, was vertragen wird. Für den Patienten ist es jedoch sehr mühsam, für sich alleine herauszufinden, wo die Grenzen der Verträglichkeit sind.

Es gibt Tabellen, die verträgliche und weniger verträgliche Nahrungsmittel empfehlen.

Außerdem ist es sinnvoll, ein Ernährungstagebuch zu führen, um die individuelle Verträglichkeit herauszufinden. Nehmen Sie Ihr Ernährungstagebuch mit, wenn Sie zu einer Ernährungsberatung gehen.

Allgemein kann man sagen:

  • Mehrere kleine Mahlzeiten pro Tag (6-8), die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und Enzymen (wenn vom Arzt verordnet).
  • Gründlich kauen: Gut gekaut ist halb verdaut!
  • Keine Lebensmittel, die stark blähen (z.B. Kohl, Lauch, Knoblauch, Bohnen)
  • Einsatz von MCT Fetten: Häufig ist insbesondere die Verdauung von Fett gestört. Fettarme Speisen werden besser vertragen, Fett ist aber auch ein wichtiger Kalorien- und Energieträger. Einige Patienten erreichen trotz Einnahme von Enzymen keine ausreichende Fettaufnahme mit der Nahrung. In diesen Fällen kann der Patient auf sog. mittelkettige Triglyceride ausweichen, die auch ohne das, in der Bauchspeicheldrüse gebildete Enzym Lipase aus dem Darm resorbiert werden. Produkte aus MCT Fetten können Sie in Reformhäusern, Apotheken, Drogerien kaufen, oder im Internet bestellen.. Es gibt sie als Öl, Margarine, Brotaufstrich.
    MCT-Fette eignen sich nicht für die Erhitzung und sollten deshalb erst nach dem Kochen zugesetzt werden. Außerdem müssen sie langsam aufbauend genommen werden, da es sonst zu verstärktem Durchfall kommen kann. Man beginnt mit 10 g und kann bei Verträglichkeit täglich um weitere 10 g steigern, bis ca. 50-60g.
    Die gestörte Verdauung von Fetten beeinträchtigt auch die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen (A, D, E und K), sowie Vitamin B12. Durch eine Blutuntersuchung kann ein Mangel festgestellt werden. Dieser wird durch eine monatliche Injektion ausgeglichen.
  • Mild salzen und würzen
  • Täglich Obst und Gemüse essen um ausreichend Vitamine- und Mineralstoffe aufzunehmen. Evtl. Nahrungsergänzungen aus Obst und Gemüse. Siehe auch Kapitel „Nahrungsergänzungen
  • Ausreichend trinken: ca.35 ml pro kg Körpergewicht. Geeignet ist stilles Wasser, Kräutertee, leichte Saftschorle, Getreidekaffee. Bei Dumpingsyndrom Flüssigkeiten nicht zu den Mahlzeiten trinken!
  • Alkohol meiden

Enzyme nach Bauchspeicheldrüsenoperationen

Je nachdem, wie viel Bauchspeicheldrüsengewebe entfernt wurde, fehlen die Verdauungsenzyme teilweise oder ganz. Zum Ausgleich verschreibt Ihnen Ihr Arzt zu allen fetthaltigen Speisen und Getränken eine entsprechende Enzymmenge als Kapsel oder Granulat. Die meisten Enzyme sind in Kapseln verpackt, die die Enzyme vor dem sauren Magensaft schützen sollen. Wurde der Magen bei der Operation entfernt, so kann es bei der Einnahme von Kapseln dazu kommen, dass die Enzyme nicht rechtzeitig mit dem Speisebrei freigesetzt werden. In diesen Fällen sollten die Enzyme in Granulatform eingenommen, oder die Kapseln vor der Einnahme geöffnet werden.

 

Bauchspeicheldrüsenenzyme / Dosierung

Die verordneten Enzyme sollten Sie während der Mahlzeit mit ein wenig Flüssigkeit einnehmen.

Die Präparate enthalten die drei wichtigsten Enzyme, die die Bauchspeicheldrüse

vermindert oder gar nicht mehr produziert.

 

Wurde Ihnen der Magen teilweise oder ganz entfernt, müssen Sie die Kapsel öffnen und das Granulat mit wenig Flüssigkeit einnehmen! Vermischen Sie das Granulat nicht mit Lebensmitteln, da sich der Geschmack der Speisen negativ verändert.

 

Enzyme sind ausschließlich bei fetthaltigen Speisen und Getränken erforderlich!

In der Regel reichen für 1 g Nahrungsfett 2.000 Einheiten (IE) Lipase. Die angegebene Zahl z.B. „Kreon® 40.000“ spiegelt die Menge der Lipaseeinheiten wieder. Enzymkapseln gibt es in den Stärken 10.000, 25.000 und 40.000 IE.

 

Rechenbeispiel:

Wenn Sie einen Joghurt essen, der 5 g Fett enthält, rechnen Sie:

5 g Fett x 2.000 IE = 10.000 IE Lipase = 1 Kapsel „Kreon® 10.000“.

Auf diesen Seiten können Sie die Enzymmenge gut nachschauen oder berechnen:

Fett-Tabelle

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Hilfe bei Durchfall

Man liest immer wieder den Tipp, Salzstangen mit Cola zu sich zu nehmen, wenn man Durchfall hat. Das ist aber nicht empfehlenswert. Warum?

 

Cola enthält sehr viel Zucker (über 30 Stück Würfelzucker pro Liter). Dadurch wird die Wasserausscheidung durch den Darm erhöht. Außerdem regt das enthaltene Koffein die Nieren an, was ebenfalls den Flüssigkeitsverlust fördert. Salz schließlich hat sowieso eine austrocknende Wirkung, und das Salz, das durch die Salzstangen nachgeführt wird, ist Kochsalz, enthält also kaum andere Mineralsalze, die nötig wären, den Mineralverlust durch den Durchfall auszugleichen.

 

  • Auch wenn es schwer fällt: Sie müssen mehr trinken als sonst, weil der Körper durch den meist flüssigen Durchfall sehr viel Wasser verliert. Mindestens drei Liter stilles Mineralwasser (nie kalt) und lauwarmen Tee.
  • Besonders empfehlenswert bei Durchfällen ist die Karottensuppe nach Moro : 500 Gramm Karotten schälen, zerkleinern und anschließend mit Wasser so lange einkochen, bis das Gesamtvolumen etwa 200 ml beträgt. Dann das eingekochte Karottenmus durch ein feines Sieb in 1 Liter Gemüsebrühe drücken und etwas Salz (5g) dazugeben . Über den ganzen Tag verteilt trinken.Sehr wirkungsvoll, aber aufwendig, da die Suppe täglich frisch zubereitet werden sollte.
  • Die Suppe ist benannt nach Dr.Moro, einem Kinderarzt
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